Androgene

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. November 2016
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Den männlichen Geschlechtsmerkmalen wird nicht selten ein besonders hohes Maß an Bedeutung beigemessen. Eine Ausprägung der männlichen Geschlechtsmerkmale wäre jedoch ohne die Hilfe von speziellen Hormonen nicht möglich. Daher erweisen sich die Androgene in Bezug auf die menschliche Entwicklung als äußerst wertvoll. Zu den bekanntesten Androgenen gehört das Hormon Testosteron.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Androgene?

In der modernen Medizin beinhaltet die Gruppe der Androgene sowohl die synthetischen Hormone als auch die natürlichen Hormone. Die Gruppe der Androgene ist grundsätzlich an der Entwicklung von männlichen Geschlechtsmerkmalen beteiligt.

Einer aktuellen Studie zufolge verfügen jedoch nicht nur Männer über die männlichen Sexualhormone. So lassen sich diverse Androgene immer häufiger im Blut von weiblichen Personen nachweisen. Für den weiblichen Organismus stellen die Androgene eine Vorstufe der weiblichen Geschlechtshormone dar. Bei Männern werden die Androgene sowohl in der Nebennierenrinde als auch im Hodensack produziert.

Im weiblichen Körper wird die Produktion der männlichen Sexualhormone im Bereich der Nebennierenrinde sowie im Eierstock absolviert. Damit die Androgene ihre Wirkung vollständig entfalten können, ist eine regelmäßige Überprüfung des Androgenspiegels von wesentlicher Bedeutung.

Androgene messen & untersuchen (gesunde Werte)

Die Androgene können sowohl im Blut als auch im Speichel einer Person nachgewiesen werden. Da jedoch der Konsum von bestimmten Nahrungsmitteln den Androgenspiegel verfälschen kann, wird eine Durchführung der entsprechenden Untersuchungen in der Regel früh am Morgen (auf nüchternen Magen, vor dem Frühstück) in Angriff genommen.

Sofern eine Blutabnahme in Erwägung gezogen wird, werden bis zu drei verschiedene Blutproben angefertigt. Nur so kann der Androgenspiegel einer Person zuverlässig bestimmt werden. Grundsätzlich stehen die ermittelten Werte in einer starken Abhängigkeit zum Geschlecht sowie zum Alter der jeweiligen Person. Für erwachsene Männer wird ein Wert zwischen 3,5 und 8,6 Mikrogramm pro Milliliter als normal angesehen.

Vor dem eigentlichen Beginn der Pubertät sollte im männlichen Blut lediglich eine Konzentration von bis zu 1,2 Mikrogramm pro Milliliter vorhanden sein. Geschlechtsreife Frauen sollten gemäß den medizinischen Empfehlungen einen Wert von 0,6 Mikrogramm pro Milliliter nicht überschreiten. Für Frauen in den Wechseljahren wird ein maximaler Wert von 0,8 Mikrogramm pro Milliliter als normal angesehen. Die möglichen Auswirkungen der Androgene wurden im Rahmen einer langjährigen Studie näher untersucht.

Funktion, Wirkung & Aufgaben

Für den menschlichen Körper stellen die Androgene einen wichtigen Bestandteil dar. So sind die Androgene in erster Linie an der Entwicklung von männlichen Geschlechtsmerkmalen beteiligt. Darüber hinaus kann es durch einen niedrigen Androgenspiegel vor allem bei Männern zu einer Unfruchtbarkeit kommen.

Eine relativ hohe Konzentration der männlichen Sexualhormone wirkt sich hemmend auf die Speicherung von Fetten in den Fettzellen aus. Aus diesem Grund haben vor allem Männer ein weniger stark ausgeprägtes Fettgewebe als Frauen. Gleichzeitig wirkt sich eine hohe Konzentration der Sexualhormone anabol auf das Wachstum von Muskeln aus. Die Androgene sind jedoch nicht nur an der Entwicklung des menschlichen Körpers beteiligt. Aktuellen Studien zufolge wirkt sich der Androgenspiegel einer Person maßgeblich auf dessen Persönlichkeit aus.

Vor allem ein hoher Steroidanteil kann nicht selten zu einem aggressiven Verhalten beitragen. In der modernen Medizin werden die Androgene im Bereich der Brustkrebsbehandlung eingesetzt. In erster Linie soll die Wirkung des weiblichen Hormons Östrogen unterdrückt werden. Das Hormon zeichnet sich maßgeblich für ein rasantes Wachstum von Tumoren im Bereich der Brüste verantwortlich.

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Krankheiten

Da die Androgene in der Regel einen hohen Einfluss auf die Entwicklung einer Person nehmen, kommt es nicht selten zu gravierenden Nebenwirkungen.

Besonders häufig wird im Rahmen einer umfangreichen Untersuchung eine Resistenz gegenüber den männlichen Sexualhormonen diagnostiziert. Im Rahmen einer Resistenz sprechen die betroffenen Patienten nicht auf die Androgene im Körper an. Hieraus resultierend kann es beispielsweise zu einer Unfruchtbarkeit oder zu einem ausgeprägten Zustand der Intersexualität kommen.

Sofern eine Therapie mit den männlichen Sexualhormonen in Erwägung gezogen wird, kann es zu mitunter gefährlichen Komplikationen kommen. Aus diesem Grund sollten die Androgene auch im sportlichen Bereich nicht als Dopingmittel eingesetzt werden.

Typische & häufige Testosteronerkrankungen

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