Anämie (Blutarmut), Eisenmangelanämie
Bei einer Anämie (Blutarmut) bzw. Eisenmangelanämie handelt es sich um einen Mangel bzw. Störung an roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Da die roten Blutkörperchen für den Transport des Sauerstoffes aus der Lunge zu den Zellen vernatwortlich sind, kommt es im Verlauf zu einer Unterversorgung an Sauerstoff. Ebenso wird die Körper durch die Blutarmut weniger Eisen zugeführt. Die Folge sind dann hauptsächlich Müdigkeit und Blässe. Da eine Blutarmut meist durch andere Krankheiten ausgelöst wird, sind viele weitere Symptome vorhanden und sollten in jedem Fall ärztlich untersucht werden.
Definition Anämie (Blutarmut), Eisenmangelanämie
Typisch ist im Labor neben den reduzierten roten Blutkörperchen und dem roten Blutfarbstoff, dass bei der Eisenmangelanämie die Erythrozyten besonders klein sind und recht blass erscheinen. Ein zusätzliche reduzierter Eisenspeichermarker (Ferritin) und eine verminderte Besetzung des Eisen-Transportmoleküls sichern die Diagnose.
Ursachen für Anämie (Blutarmut), Eisenmangelanämie
In der Stillzeit kommt es häufig zu einer Manifestation eines bisher nicht erkannten Eisenmangels, da die Blutverluste der Geburt und der Wochenfluss verstärkend hinzukommen. Auch gutartige Tumore der Gebärmutter sind nicht selten ursächlich, da diese zu einer verstärkten und verlängerten Regelblutung führen können. Nicht zu vergessen ist die ärztlich herbeigeführte Eisenmangelanämie bei regelmäßigem Blutspenden.
Ab dem mittleren Lebensalter sind vorrangig chronische Blutverluste, vor allem aus dem Magen-Darm-Trakt, zu nennen. Klassisch ist eine Blutung aus dem Magen, wenn eine starke Magenschleimhautentzündung oder gar ein Geschwür vorliegt. Wegweisend ist ein schwarz gefärbter Stuhlgang, da Blut in Kontakt mit Magensäure zu dem schwarzen Hämatin umgewandelt wird.
Risikofaktoren sind neben Stress, Alkohol und Nikotin die Einnahme von bestimmten Schmerzmitteln (Aspirin, Diclofenac) und Cortisonpräparate. Kommt es zu Blutungen im unteren Magen-Darm-Trakt, ist der Stuhlgang oft frisch blutig. Ursächlich sind häufig Hämorrhoiden, gutartige und auch bösartige Tumore des Darmes.
Selten ist die Ursache eine mangelnde Aufnahme von Eisen, welche dann zur Anämie führt. Die Situation liegt vor, wenn der entsprechende Darmabschnitt operativ entfernt werden musste oder erkrankt ist. Beispiele sind chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und die Zöliakie.
Symptome
- Gesichtsblässe
- Müdigkeit
- Geringe Belastbarkeit
- Allgemeine Schwäche
- Atemnot
- Kurzatmigkeit
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Durchfall
- Verstopfung
- Blähungen
- Appetitlosigkeit
- Herzrasen
Krankheitsverlauf Anämie (Blutarmut), Eisenmangelanämie
Ein Eisenmangel und auch die Anämie bleiben oft lange unentdeckt. Treten Symptome auf, sind diese meist sehr unspezifisch. Zu Anfang zeigen sich Schwäche, Leistungsabfall und Kurzatmigkeit bei Belastung. Herzklopfen, Kopfschmerzen, Schwindel und Ohrensausen können hinzukommen. Bei der körperlichen Untersuchung fällt bei ausgeprägter Anämie eine Blässe der Haut- und Schleimhäute auf. Spezielle Eisenmangelsymptome sind ein Brennen auf der Zunge, Einrisse an den Mundwinkel, trockene Haut sowie brüchige Fingernägel und Haare.
Behandlung von Anämie (Blutarmut), Eisenmangelanämie
Die Haupttherapie besteht in der Behandlung der Ursache. Je nach Befund reichen dazu Medikamente, vielleicht ist aber auch eine operative Therapie nötig. Ist eine Ursache gefunden worden, können ergänzend Eisenpräparate verschrieben werden. Viele Patienten klagen unter der Therapie über belastende Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt (Übelkeit, Verstopfung). Allerdings muss die Eisengabe über mindesten drei Monate erfolgen, um die leeren Speicher wieder aufzufüllen.
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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
ABC kommentierte am 03.10.2011 um 16:36 Uhr
Eisenmangel wurde bei mir vor einigen Monaten auch festgestellt. Ich habe dann ferro Sanol bekommen, aber eine Besserung habe ich nicht feststellen können.
miriam kommentierte am 06.02.2012 um 18:22 Uhr
Ich werde immer wieder von Eisenmangel heimgesucht. Ich bekomme dann immer wieder Ferro Sanol Kapseln und habe ein paar Monate Ruhe. Zur Zeit scheine ich es schon wieder zu haben, habe aber noch kein Blutbild vom Arzt bekommen. Bis zu einem gewissen Ausmaß des Mangels komme ich aber immer bestens ohne Behandlung aus.
Und die Ursachen wurden bis jetzt auch noch nicht untersucht; der Arzt fand es nicht notwendig, weshalb ich denke, dass es nicht so schlimm sein kann. Liebe Grüße, Miriam
