Amphotericin B

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 28. November 2016
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Amphotericin B ist ein sehr wirksames Antimykotikum. Es dient der Bekämpfung von Pilzinfektionen. Zwar handelt es sich um ein aufgrund des hohen Wirkungsgrades gerne verschriebenes Medikament, gleichzeitig steht es aufgrund seiner zahlreichen Nebenwirkungen jedoch in einem schlechten Ruf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Amphotericin B?

Amphotericin B ist ein oral oder als Injektionslösung verabreichtes Medikament, das aus Bakterien vom Typ Streptomyces nodosum gewonnen wird. Das Medikament siedelt sich in der Plasmamembran von Pilzen an und sorgt kurz- und langfristig für ein komplettes Absterben jeglicher Pilze in allen Phasen ihres Wachstums.

Es handelte sich über viele Jahrzehnte um das wirksamste Antimykotikum, da nur sehr wenige Pilzsorten resistent gegen eine Behandlung mit Amphotericin B sind.

Pharmakologische Wirkung

Sofern keine Nebenwirkungen auftreten, sollte Amphotericin B ausschließlich auf Pilzinfektionen einwirken, welche sich entweder im Mund]raum befinden oder im Verdauungstrakt angesiedelt sind. Behandlungen von lokalen Pilzinfekten auf der Haut sind jedoch ebenfalls möglich.

Theoretisch kann Amphotericin B zwar auch Infektionen im Bereich der Atemwege oder auch von inneren Organen sowie der Harnwege bekämpfen, aufgrund der Vielzahl von Nebenwirkungen greifen die meisten Ärzte jedoch zu anderen Präparaten, falls dies möglich ist. Amphotericin B gelangt entweder lokal direkt an die infizierte Stelle (was beispielsweise auf der Haut oder im Mundraum sowie Darm der Fall ist) oder in Form einer Injektion über den Blutkreislauf an den Zielort.

Die erwähnten häufigen Nebenwirkungen resultieren unter anderem daraus, dass Amphotericin B teilweise nicht nur die Pilze angreift, sondern auch Zellmembranen, welche zu gesunden Zellen im Organismus gehören. Aufgrund seiner nachweislich bewiesenen Wirkung wird trotzdem nur selten auf Amphotericin B in schweren Fällen verzichtet. Normalerweise wird Amphotericin B eingesetzt, bis die Pilzinfektion nachweislich beseitigt ist. Dies kann bereits nach wenigen Tagen der Fall sein, die Behandlung kann sich jedoch auch über sechs bis acht Wochen erstrecken.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Amphotericin B wird bei Pilzinfektionen angewendet, welche sich entweder im Mundraum befinden oder im Verdauungstrakt angesiedelt sind.

Amphotericin B dient als Antimykotikum der Bekämpfung bösartiger Pilzinfektionen. Es wird genutzt, um Infektionen mit Hefepilzen zu beseitigen, welche sich vor allem in der Mundhöhle und im Gastrointestinaltrakt angesammelt haben.

Die Behandlung kann für den Patienten schwierig sein, da in der Regel auf eine viermalige Verabreichung der vom Arzt ausgewählten Dosis pro Tag geachtet werden muss. Meist wird Amphotericin B oral in Form von Tabletten verabreicht, Injektionslösungen stehen aber ebenso bereit. Beide Varianten können sowohl leichte als auch schwere bis sehr schwere Infektionen effektiv bekämpfen. Das Medikament kann nur akute Pilzinfektionen behandeln und ist nicht zur Vorbeugung geeignet.

Zu diesen Infektionen zählen unter andrem Histoplasmosen und Blastomykosen, auch Infektionen mit sogenannten Sprosspilzen können durch Amphotericin B bekämpft werden. Schimmelpilze vom Typ Aspergillus fumigatus reagieren ebenfalls anfällig auf eine Behandlung mit Amphotericin B. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt. Größere, systemische Erkrankungen dürfen durch die Verwendung von Amphotericin B nicht behandelt werden. Das Medikament eignet sich bei Patienten jeden Alters und darf auch bei Schwangerschaften oder während der Stillzeit mit Vorsicht eingesetzt werden.

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Risiken & Nebenwirkungen

Leider handelt es sich um ein Medikament mit zahlreichen Nebenwirkungen. Amphotericin B kann zu bleibenden Schäden an der Niere führen. Die Schwere der Schäden hängt von er Gesamtmenge des verabreichten Medikaments ab, weshalb Amphotericin B in möglichst niedrigen Dosierungen verabreicht werden sollte (die sich jedoch von Patient zu Patient unterscheiden kann).

Weiterhin kann Amphotericin B zu Fieber oder Schüttelfrost direkt nach der Einnahme führen sowie Übelkeit und Erbrechen hervorrufen. Kopfschmerzen und auch Verschiebungen im Elektrolythaushalt des Körpers zählen ebenfalls zu den häufig beobachteten Nebenwirkungen.

Leberschädigungen und eine Anämie treten seltener auf. Muskelschmerzen, welche sich nicht genau lokalisieren lassen, sind seltener zu beklagen. Zahlreiche Nebenwirkungen lassen sich jedoch entweder vermindern oder komplett beseitigen, indem zu Behandlungsbeginn eine möglichst niedrige Dosierung von Amphotericin B gewählt wird.

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