Amoxapin

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 28. November 2016
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Amoxapin gehört der Familie der Heilmittel zur Stimmungsaufhellung an. Das Antidepressivum wirkt vergleichsweise schnell und kann für mehrere Stunden eine Verbesserung des seelischen Wohlbefindens erzielen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Amoxapin?

In der Bekämpfung der Depression kam in den letzten Jahren vermehrt die Gruppe der trizyklischen Antidepressiva zum Einsatz. Diese konnten vorhandene Beschwerden mentalen Ursprungs hemmen und darüber hinaus eine Auflockerung der Stimmung bewirken.

Ebenso verliehen sie dem Patienten einen neuen Antrieb. Zu dieser Gattung gehört das Amoxapin. Allerdings besitzen solche Präparate einen starken Hang zum Auslösen von Nebenwirkungen. Vermehrt wird somit gegenwärtig auf einen Verzicht dieser trizyklischen Antidepressiva abgestellt – auch das Amoxapin wird daher nur noch selten verschrieben.

Bei Panikanfällen, Depressionen, Angstzuständen und bipolaren Störungen kommt ihm dennoch weiterhin eine gewisse Bedeutung zu. In einigen Fällen wird das Heilmittel in Kombination mit anderen Wirkstoffen verabreicht. Das Amoxapin erreicht seinen Effekt je nach Konstitution und Gesundheitszustand des Betroffenen nach etwa 90 Minuten. Dieser kann bis zu acht Stunden lang anhalten. Anschließend wird die Substanz über die Nieren ausgeschieden.

Pharmakologische Wirkung

Bei Personen mit seelischen Leiden wird häufig ein starkes Vorkommen des Neurotransmitters Noradrenalin verzeichnet. Dieser Botenstoff ist hauptsächlich für die Weiterleitung von Reizen durch das Nervensystem zum Gehirn verantwortlich.

Depressiv veranlagte Menschen können unter diesem Zustand etwa den Straßenverkehr, das Klingeln des Telefons, die eigentlich gar nicht negativ gemeinte Frage durch den Chef sowie kleinere berufliche und private Rückschläge deutlich stärker wahrnehmen, als sie sind. Damit kommt es zu einer Reizüberflutung. Sie wird durch das Amoxapin reduziert. Das Präparat verhindert die Aufnahme des in den Nebennieren produzierten Neurotransmitters durch das zentrale Nervensystem.

Daneben werden die 5-HT2-Rezeptoren durch das Amoxapin besetzt. Sie sind nun nicht mehr in der Lage, das Serotonin zu binden und in das Gehirn weiterzuleiten. Auch damit geht eine geringere Anfälligkeit für Schmerzen, Verlangen jedweder Art, Hitzewallungen und gesteigerte Gehirnaktivitäten einher. Der seelische Zustand des Patienten bessert sich somit binnen kurzer Zeit. Das Konzept an sich war über Jahre hinweg hilfreich. Mittlerweile werden ihm aber zu viele Nebenwirkungen zugeschrieben.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Amoxapin gehört der Familie der Heilmittel zur Stimmungsaufhellung an. Das Antidepressivum wirkt vergleichsweise schnell und kann für mehrere Stunden eine Verbesserung des seelischen Wohlbefindens erzielen.

Gegenwärtig ist der Einsatz des Amoxapins zumindest umstritten. Seine aufhellende Wirkung bei Depressionen, bipolaren Störungen sowie Zuständen der Angst und der Panik sind bekannt. Ebenso können damit Heißhungerattacken oder ein erhöhter Sexualtrieb gedämpft werden.

Die Vergabe des Medikaments erfolgt in Dosierungen von 200 bis 300 Milligramm pro Tag. Darüber hinaus können im stationären Gebrauch höhere Mengen zum Einsatz kommen. Dies ist meist dann der Fall, wenn der Betroffene auch einen Hang zur Schizophrenie aufweist. Allerdings haben die trizyklischen Antidepressiva ihre Vormachtstellung unter den Heilmitteln zur Bekämpfung der Depression weitgehend verloren. Daher ist auch für das Amoxapin im Einzelfall unter Einbezug aller gesundheitlichen Faktoren zu bestimmen, ob eine Verschreibung sinnvoll ist.

Neben den noch zu nennenden Nebenwirkungen liegt das vorrangig an einer erhöhten Produktion von krebserregenden Zellen im Organismus. Ebenso geht das Präparat zu starke Wechselwirkungen mit anderen Arzneistoffen sowie Alkohol ein – es kann daher zu einem verfälschten oder sogar gesundheitsschädlichen Effekt kommen.

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Risiken & Nebenwirkungen

In der Anwendung wirkt das Amoxapin oftmals leicht anregend. Es kann den Blutdruck erhöhen und Temperaturschwankungen im Körper auslösen. Ebenso ist es an geringen Sehstörungen und Schwindelgefühlen beteiligt.

Letztgenannte führen in einigen Fällen zu einem Erbrechen sowie zu weiteren Beschwerden im Bereich des Magens und Darms. Die vorgenannten Symptome bleiben zumeist aber auf wenige Tage beschränkt und sollten sich anschließend wieder normalisieren. In der langfristigen Anwendung verhilft das Amoxapin darüber hinaus immer wieder zu leichten Gewichtszunahmen, die jedoch auch kein ungesundes Maß erreichen.

Je nach seelischem Zustand des Patienten können bei einer falschen Dosierung Angstzustände oder ein Gefühl der Beklommenheit und Nervosität leicht ansteigen. Hier wäre über eine Reduzierung der verschriebenen Menge zu entscheiden. Gleiches gilt für einen länger anhaltenden gestörten Schlaf, der von Albträumen begleitet sein kann.

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