Amlodipin

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 28. November 2016
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Der Arzneistoff Amlodipin wird hauptsächlich zur Bekämpfung der Hypertonie – des Bluthochdrucks – eingesetzt. Durch seine lange Wirkungsdauer kann es zudem das Auftreten von Herz-Kreislauf-Beschwerden reduzieren.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Amlodipin?

Aufgrund seiner geringen Löslichkeit in Wasser wird das Amlodipin allgemein in Form von Tabletten und Kapseln verabreicht. Es wird Patienten verschrieben, die über einen nicht näher definierbaren Bluthochdruck klagen. Die dafür infrage kommenden Ursachen der falschen Ernährung, der beruflichen Drucksituationen oder der mangelnden Bewegung sollten sich also nicht klar analysieren lassen – anderenfalls wären spezifische Präparate zur Therapie besser geeignet.

Das Amlodipin soll durchschnittlich eine Senkung des Blutdrucks um zehn Prozent erzielen. Das Mittel hält seine Wirkung über 40 Stunden hinweg aufrecht und gehört somit zu den Heilmitteln mit einer vergleichsweise hohen Halbwertzeit. Auf diese Weise wird eine Normalisierung des Herzkreislaufsystems bewirkt, da der Blutdruck nunmehr für viele Stunden konstant bleibt und keinen Schwankungen unterliegt.

Die Verschreibung und Dosierung ist jedoch im Einzelfall zu ermessen. Patienten, die neben den genannten Symptomen ein erhöhtes Risiko für den Herzinfarkt besitzen, verzichten zugunsten anderer Arzneimittel häufig auf das Amlodipin.

Pharmakologische Wirkung

Die Ursache der Hypertonie wird allgemein in einem starken Auftreten von Kalziumionen in den Zellen der Gefäßmuskulatur gesehen. Die Blutbahnen, die zum Herzen hin und von diesem wegführen, sind dabei meist nicht mehr in der Lage, sich selbst zu erweitern und zusammenzuziehen.

Damit sind die Gefäße sehr oft verengt. Der eintretende Blutstrom kann nicht mehr ausreichend kanalisiert werden. Sein Druck erhöht sich. Das Amlodipin soll diesen Zustand verbessern. Es greift auf die Kalziumionen zu und bindet sie. Diese können nun nicht mehr in erhöhter Zahl in die Zellen dringen. Auf diese Weise wird die Fähigkeit der Gefäßmuskulatur zum Erweitern und Zusammenziehen reguliert.

In der Folge sollte die Blutbahn also genügend Raum bieten, um den Druck des Blutes aufzufangen und die Hypertonie damit zu therapieren. Der Effekt hält über 40 Stunden hinweg an. Bei konstanter Einnahme ist aber auch eine grundsätzliche Linderung der Ursachen möglich. Nicht immer wird dafür jedoch alleine auf das Amlodipin als Wirkstoff abgestellt.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Der Arzneistoff Amlodipin wird hauptsächlich zur Bekämpfung der Hypertonie – des Bluthochdrucks – eingesetzt.

Die Verschreibung richtet sich vorrangig an Patienten mit mittelschwerer Hypertonie. Allerdings kommt das Medikament nicht alleine beim Bluthochdruck zum Einsatz. Der Effekt, die Gefäße zu erweitern, ermöglicht auch zusätzliche Verwendungsmöglichkeiten. So etwa bei der Angina pectoris.

Durch die nicht mehr verengten Blutbahnen kann eine höhere Menge an Sauerstoff in das Herz transportiert werden. Bei der Brustverengung – der Angina pectoris – lässt sich somit eine Verbesserung erzielen. Schmerzen werden gelindert, die Enge im Bereich des oberen Leibes nimmt ab. Damit kommt dem Amlodipin eine relativ hohe Bedeutung im Bereich der Kardiomedizin zu. Es wird vielfach als Begleitwirkstoff eingesetzt und unterstützt somit die therapeutischen Eigenschaften anderer Inhaltsstoffe einer Arznei.

Auch im Rahmen der Vorsorge gegen den Herzinfarkt kann es zur Anwendung kommen. Allerdings dürfen sämtliche der vorgenannten Leiden noch kein erhöhtes oder sogar kritisches Stadium erreicht haben. Da das Amlodipin Komplikationen im Herzkreislaufsystem auslösen oder an einem Schock des Herzens beteiligt sein kann, wäre bei instabilen Patienten eine Verabreichung stets zu vermeiden.

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Risiken & Nebenwirkungen

Neben den erwähnten akuten Verschlimmerungen der Krankheit kann das Amlodipin gewisse Nebenwirkungen hervorrufen. Sie liegen häufig in einer Einlagerung von Flüssigkeit in den Zellen. Dieser Effekt tritt durch die nunmehr entspannten Gefäßwände ein, die neben dem Blut und dem Sauerstoff auch Wasser deutlich schneller transportieren.

Ebenso werden nach der Einnahme häufiger Ödeme in den Beinen festgestellt. Allerdings lassen sich diese unerwünschten Effekte des Amlodipins durch die Kombination mit anderen Wirkstoffen vermeiden. Bei Personen mit einer Störung der Leberfunktion kann es darüber hinaus zu einem eingeschränkten Stoffwechsel und den sich daraus ergebenden Begleitumständen kommen.

Vielfach wird außerdem eine Neigung zu Schwindelgefühlen, Hitzewallungen, Bauchschmerzen, einer nicht näher definierbaren [5Antriebsschwäche]] sowie zur Müdigkeit verzeichnet. Das Auftreten dieser Symptome ist aber regelmäßig auf wenige Tage nach der Ersteinnahme des Medikamentes beschränkt.

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