Affektive Störungen

Affektive Störungen oder Affektstörungen können als manische (gehobene) oder depressive (gedrückte) Stimmungs- und Gefühlszustände in Erscheinung treten. Sie gelten demnach als Stimmungsstörungen. Die Ursachen für diese Erkrankung sind noch nicht restlos erforscht. Man geht aber davon aus, dass vor allem psychologische und erblichen Gründe zu affektiven Störungen führen können.

Inhaltsverzeichnis

Definition Affektive Störungen

Bei den affektiven Störungen oder Affektstörungen handelt es sich um mehrere verschiedene Erkrankungen, die alle den Affekt des Menschen betreffen.

Dieser kann daraufhin eine Depression ausbilden, die Krankheit kann sich aber auch auf das andere Extrem zubewegen und eine Manie auslösen.

Der Affekt gilt dabei als die Grundstimmung, von der der Betroffene abweicht. Bei der Diagnosestellung werden Antrieb, Spontaneität, die soziale Interaktion sowie die vegetativen Funktionen des Individuums betrachtet, die beispielsweise den Schlaf oder die Libido einbeziehen.

Es kann im Rahmen der affektiven Störungen auch zu Einschränkungen des Denkens kommen.

Ursachen für Affektive Störungen

Die Ursachen für die Entstehung einer affektiven Störung sind heute noch weitestgehend unbekannt. Organische Ursachen konnten bislang nicht ausgemacht werden, weshalb die affektiven Störungen heute als idiopathisch bezeichnet werden. Sobald jedoch eine Ursache für die Affektstörung erkennbar wird, handelt es sich nicht mehr um die Diagnose affektive Störung, sondern um einen anderen inneren Vorgang.

So kann beispielsweise eine Depression als Reaktion auf ein Ereignis bestehen, während die depressive Verstimmung durch affektive Störungen keine solche Ursache in der Umwelt kennt. Auch Verflachungen des Affektes, die sich beispielsweise in der Schizophrenie äußern würden oder die bei der Demenz auftreten, sind keine affektiven Störungen, da es dafür organische Ursachen gibt.

Gerade zwischen der Depression als Reaktion und den affektiven Störungen wird im ICD-10 allerdings kein Unterschied erkannt, sodass nach dieser Definition zumindest für affektiv bedingte depressive Verstimmung eine Ursache in der Umwelt ausgemacht werden kann, die als Trigger (Auslöser) bezeichnet wird.

Typische Symptome bei affektiven Störungen

Krankheitsverlauf Affektive Störungen

Die affektiven Störungen haben unterschiedliche Krankheitsverläufe - je nachdem, ob es sich um einen akuten, chronischen oder episodischen Verlauf handelt. Bei der akuten Störung treten die Symptome plötzlich auf und können genauso plötzlich auch wieder verschwinden. Sofern es sich dabei um eine einmalige Angelegenheit handelt, wird noch von akuten affektiven Störungen gesprochen.

Tritt der Wirkungskreis jedoch noch einmal auf, spricht man von episodisch auftretender affektiver Störung, da der Komplex manchmal verschwindet und danach trotzdem wieder auftaucht. Bei der chronischen Form hingegen bestehen die Symptome über längere Zeit hinweg und zeigen entweder nur leichte oder gar keine Veränderungen mehr, geschweige denn Verbesserungen des Zustandes.

In der Regel sind affektive Störungen dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Form der Störung hervorbringen: Es handelt sich entweder um eine Depression, Manie oder die bipolare Störung, bei der der Affekt des Menschen ständig zwischen den beiden Extremen schwankt.

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Behandlung von Affektive Störungen

Die affektive Störung wird zunächst danach behandelt, ob es sich um eine akute oder chronische bzw. episodische Form handelt. Akute Formen brauchen keine konkrete Behandlung, wenn sie von alleine wieder verschwinden und nicht wiederkehren. Bei chronischen und episodischen Formen wird weiterhin danach unterschieden, ob eine depressive oder manische Verstimmung oder eine bipolare Störung vorliegen.

Anschließend wird medikamentös behandelt, um die Symptome des Betroffenen nachhaltig zu lindern und dafür zu sorgen, dass die extremen Neigungen oder Schwankungen des Affekts langfristig nachlassen. Je nach Einzelfall kann eine Gesprächstherapie Erleichterung verschaffen, ausschlaggebend ist sie jedoch nicht. Da es keine Ursache in der Umwelt des Betroffenen gibt, kann er schließlich auch nichts zur Besserung der Symptome bewältigen oder den Umgang damit erlernen.

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