Adonisröschen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Zur Gattung der Adonisröschen zählen 30 bis 35 verschiedene Arten mit roten oder gelben, manchmal auch weißen Blüten. Die Adonisröschen sind Heilpflanzen, die hauptsächlich bei Erkrankungen des Herzens eingesetzt werden.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau des Adonisröschen

Adonisröschen zählen zur Familie der Hahnenfußgewächse (lateinisch Ranunculaceae). Sie kommen in Europa und manchen Regionen Asiens vor. Die Pflanzen mögen es warm und trocken und bevorzugen kalkhaltigen Trocken- oder Halbtrockenrasen, wachsen in Kieferwäldern und auf Lehm- oder Sandböden. Durch die intensive Landwirtschaft kommt das Adonisröschen in Europa nur noch selten vor und steht daher unter Naturschutz.

Einige Arten wie das Sommer-Adonisröschen wachsen einjährig. Andere Arten wie das Frühlings-Adonisröschen sind mehrjährige krautige Pflanzen, die Rhizome als Überdauerungsorgan bilden. Die aufrechten Stängel sind je nach Art behaart oder unbehaart und haben wechselständig angeordnete Laubblätter. Die Laubblätter sind handförmig oder mehrfach gefiedert. Die Blüten in gelb, rot oder weiß sind bis zu sieben Zentimeter groß.

Sie können gestreift sein oder einen dunkleren Grund besitzen. Die Pflanzen, an denen jeweils meist mehr als eine Blüte wächst, blühen zwischen März und Juni und werden zwischen 20 und 50 Zentimeter hoch. Nach der griechischen Mythologie entstand das Adonisröschen nach dem Tod von Adonis aus dessen Blutstropfen, die von der griechischen Göttin Aphrodite in Adonisröschen verwandelt wurden.

Wirkung & Anwendung

Das Adonisröschen enthält verschiedene herzwirksame Glykoside. Zu den Inhaltsstoffen zählen Adonitoxin und Cymarin aber auch Flavonoide und weitere Glykoside. Das Adonisröschen verbessert die Muskelkontraktion des Herzens ohne eine Erhöhung des Pulses zu bewirken. Außerdem wirkt es venentonisierend, das heißt es steigert die Spannkraft der Venen und fördert so das Zurückfließen des Blutes.

Zusätzlich soll es eine beruhigende und harntreibende Wirkung haben. Vom Adonisröschen werden die während der Blütezeit gepflückten, oberirdischen Pflanzenteile verwendet. Als Heilpflanze dient meist das Frühlings-Adonisröschen, lateinisch Adonis vernalis, das getrocknet eingesetzt wird. Da eine zu hohe Dosierung der in der Pflanze enthaltenen Inhaltsstoffe giftig wirken, empfehlen sich Präparate aus der Apotheke, die genau definierte Mengen der wirksamen Substanzen enthalten.

Erhältlich ist die Heilpflanze als Pulver, seltener auch als Tinktur. Bei der Einnahme des Pulvers liegt die durchschnittliche Tagesdosis bei einem halben Gramm, die höchste Einzeldosis liegt bei einem Gramm. Die höchste Tagesdosis beträgt drei Gramm und sollte nicht überschritten werden. Durch die Giftigkeit des Adonisröschens ist vor Anwendung eine Rücksprache mit einem Arzt über die richtige Dosierung sinnvoll.

Zur Gattung der Adonisröschen zählen 30 bis 35 verschiedene Arten mit roten oder gelben, manchmal auch weißen Blüten. Die Adonisröschen sind Heilpflanzen, die hauptsächlich bei Erkrankungen des Herzens eingesetzt werden.

So lässt sich eine Überdosierung oder mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten vermeiden, da das Adonisröschen die Wirkungen und Nebenwirkungen anderer Medikamente, wie beispielsweise Abführmittel, Kortison oder Medikamente zur Natriumausscheidung, verstärken kann. Neben Einzelpräparaten kann das Adonisröschen in Kombinationspräparaten mit anderen Heilpflanzen erworben werden.

Diese Präparate enthalten teilweise weitere Heilpflanzen mit herzwirksamen Substanzen, wie Maiglöckchen, Meerzwiebeln und Oleander. In anderen Präparaten ist das Adonisröschen mit Heilpflanzen wie Arnika, Baldrian, Besenginster oder anderen kombiniert. Homöopathische Mittel mit Adonis vernalis sind ebenfalls erhältlich. Eine giftige Wirkung ist hier aufgrund der starken Verdünnung nicht zu befürchten.

Üblicherweise werden von dem homöopathischen Präparat drei Mal am Tag 5 bis 15 Tropfen eingenommen. In der Volksmedizin wird das Adonisröschen auch als Tee verwendet. Hierbei bieten sich Mischtees mit anderen Pflanzen an, um eine Überdosierung des Adonisröschens zu vermeiden. Bei einer Behandlung mit Digitalis-Herzglykosiden dürfen keine zusätzlichen Adonisröschen-Präparate eingenommen werden. Bei Kaliummangel oder einer Schwangerschaft sollte auf die Einnahme ebenfalls verzichtet werden. Ebenso dürfen Kinder und stillende Frauen keine Adonisröschen-Präparate zu sich nehmen.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Bereits im 16. Und 17. Jahrhundert fand das Adonisröschen Einsatz als Heilpflanze bei Herzschwäche, Harnbeschwerden und Wassersucht. Heute wird es hauptsächlich bei Herzerkrankungen angewendet. Für eine leichte Herzinsuffizienz, vor allem bei nervöser Begleitsymptomatik, konnte in klinischen Studien die Wirksamkeit des Adonisröschens gezeigt werden.

Bei einer schweren Herzinsuffizienz hingegen ist eine wirksamere Therapie angeraten. Die Beschwerden sollten von einem Arzt abgeklärt und mit diesem eine sinnvolle Therapie besprochen werden. In der Volksheilkunde kommt es auch bei Asthma, Epilepsie, Ödemen, Prostatabeschwerden und Rheuma zum Einsatz. Es soll gegen Menstruationsbeschwerden und Fieber, bei niedrigem Blutdruck und Kreislaufschwäche sowie bei Blasen- und Nierensteinen helfen.

Das homöopathische Präparat kann bei den gleichen Beschwerden verwendet werden. Einen wissenschaftlichen Nachweis über die Wirksamkeit bei anderen Erkrankungen als einer leichten Herzinsuffizienz gibt es jedoch nicht. Zur Vorbeugung von Beschwerden hat das Adonisröschen keine Bedeutung, da es hier wirkungslos ist. Bei plötzlichen Beschwerden sollte zunächst die Ursache abgeklärt werden. Nebenwirkungen treten nur bei einer zu hohen Dosierung auf.

Es kann zu Appetitlosigkeit und Depressionen kommen, bei Männern ist eine Brustvergrößerung möglich. Vergiftungen durch zu hohe Konzentrationen der im Adonisröschen enthaltenen Wirkstoffe äußern sich in Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, nervöser Unruhe und Krämpfen. Es kann zu Herzrhythmusstörungen, Halluzinationen, Psychosen, Sehstörungen, Verwirrung und Atemnot kommen.

In einem solchen Fall ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen, da eine schwere Vergiftung durch Kammerflimmern tödlich enden kann. Da sich die Glykoside aus dem Adonisröschen nicht im Körper ansammeln, sind sie für eine Langzeit-Behandlung bei manchen Patienten besser geeignet als Präparate aus dem Fingerhut. Außerdem können die Glykoside aus dem Adonisröschen manchmal bei einer Unverträglichkeit von Fingerhut-Präparaten angewendet werden, da das Adonisröschen milder wirkt.

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