Adjuvans

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 28. November 2016
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Das Adjuvans ist ein pharmakologischer Hilfsstoff, der die Wirkung des gemeinsam damit verabreichten Arzneimittels verstärkt. Er selbst hat meist keine oder nur eine geringe pharmakologische Wirkung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Adjuvans?

Der Begriff des Adjuvans leitet sich vom lateinischen Verb adjuvare ab, das helfen bedeutet. Adjuvantien werden zusammen mit einem Reagenz verabreicht, welches alleine gar nicht oder nur schwach wirken würde. Durch die Beimischung eines Adjuvans in das Medikament verstärkt sich die Wirkung. Sie kann beispielsweise schneller eintreten, stärker in Erscheinung treten oder der Wirkspiegel im Gewebe lässt sich maximieren, wodurch wiederum eine verbesserte Wirkung auftreten kann.

Ein häufiges Beispiel für Adjuvantien sind Penetrationsbeschleuniger, die dafür sorgen, dass pharmakologisch wirksame Substanzen Membranen schneller und in größerer Menge durchdringen können.

Ein Adjuvans ist nicht mit der adjuvanten Therapie gleichzusetzen. Das Adjuvans wird immer dem Wirkstoff selbst beigemischt oder unmittelbar zusammen mit ihm verabreicht, um Einfluss auf seine Wirksamkeit zu nehmen. Adjuvante Therapien dagegen sind verschiedene Therapieformen, die parallel zueinander eingesetzt werden, wobei die adjuvante Behandlung eine Begleitung zu einer Haupttherapie darstellt.

Pharmakologische Wirkung

Adjuvantien selbst sollten möglichst geringe Auswirkungen auf Körper und Organe haben und das Medikament, das sie verstärken, so wenig wie möglich in seinen Eigenschaften beeinflussen. Sie wirken sich idealerweise nur auf das Medikament aus, mit dem sie zusammen verabreicht werden.

So kann ein Adjuvans unter anderem dafür sorgen, dass ein Wirkstoff schneller wirkt, da sich seine Konzentration im Gewebe erhöht oder er hemmende Membranen eher durchdringen kann.

Chemisch handelt es sich bei Adjuvantien häufig um Lösungen und Emulsionen. Zu unterscheiden sind solche Adjuvantien von Wirkstoffen, die im Rahmen der adjuvanten Therapie eingesetzt werden und die ebenfalls als Adjuvans bezeichnet werden. Diese sind in der Tat pharmakologisch wirksam, was auch der Sinn dieser Therapieform ist.

Medizinische Anwendung & Verwendung zur Behandlung und Vorbeugung

Adjuvantien kommen in fast jeder Darreichungsform von Medikamenten vor. Fast jeder Patient kennt sie beispielsweise durch Kopfschmerztabletten. Substanzen wie Lysin und Koffein sorgen dafür, dass Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Paracetamol besser und schneller wirken, da sie mit höherer Konzentration ins Gewebe eindringen können. Koffein gilt bereits als adjuvante Therapie, da der Stoff die Gefäße weitet und die Wirkung des eigentlichen Wirkstoffs noch zusätzlich unterstützt.

Adjuvantien lassen sich auch intravenös verabreichen, etwa durch eine Infusion oder durch die Gabe einer einmaligen Injektion. Sie dienen beispielsweise der Aufnahme von Impfstoffen gegen Influenza, Tetanus, Diphtherie oder Hepatitis A. In diesen Fällen wird als Adjuvans Aluminiumhydroxid verwendet. In dieser Form beeinflussen die Adjuvantien das Immunsystem derart, dass es besonders empfänglich für den Impfwirkstoff wird.

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Risiken & Nebenwirkungen

Adjuvantien sollten so frei von Neben- und Wechselwirkungen sein wie nur möglich. In der Praxis lässt sich das nicht immer gewährleisten und so ist bei jedem Medikament zu berücksichtigen, dass das darin enthaltene Adjuvans Nebenwirkungen haben kann.

Besonders das in Impfstoffen verwendete Aluminiumhydroxid steht immer wieder stark in der öffentlichen Kritik, obwohl bislang nicht nachgewiesen werden konnte, ob es die ihm zugeschriebenen Risiken wirklich birgt. Zu diesen mutmaßlichen Nebenwirkungen gehören beispielsweise ADHS oder später Alzheimer und Demenz.

Insbesondere das Adjuvans Aluminiumhydroxid ist riskant, da es an der Einstichstelle eine Entzündung auslöst, die die Anzahl der Immunzellen in dem Bereich steigert, sodass der Wirkstoff durch diese in größerem Ausmaß verwertet wird. Es ist allerdings kaum abbaubar und kann sehr lange Zeit im Körper des geimpften Patienten verbleiben, wo es auch in Zukunft Infektionen auslösen könnte.

Bei jedem Adjuvans ist grundsätzlich zu berücksichtigen, ob der Patient mit der Substanz schon einmal Kontakt hatte und ob es hierbei zu überempfindlichen oder gefährlichen Reaktionen gekommen ist. Der behandelnde Arzt wird danach fragen, bevor das Medikament mit dem Adjuvans dem Patienten verabreicht werden darf.

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