Adapalen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 28. November 2016
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Dem Wirkstoff Adapalen kommt in der Therapie gegen Hauterkrankungen eine große Bedeutung zu. Das Heilmittel wird äußerlich angewendet und soll die Funktion der Talgdrüsen regulieren. Eine Besserung wird daher vorrangig bei den Mitessern – den sogenannten Komedonen – erzielt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Adapalen?

Das Adapalen wird aus der Naphthoesäure gewonnen. Diese wirkt desinfizierend. In der Abwandlung zum Adapalen kommt dem Grundstoff daneben noch ein leicht entzündungshemmender Effekt zu. Cremes, Salben und Gele werden daher mit der chemischen Substanz angereichert. Die Einnahme ist somit nur äußerlich möglich.

Eine sichtbare Besserung kann das Produkt je nach körperlicher Verfassung des Patienten binnen vier bis acht Wochen erreichen. Es muss folglich entsprechend langfristig und kontinuierlich angewendet werden. Allerdings kommt es beim Gebrauch des Adapalen relativ häufig zu Irrtümern. Die Cremes werden – ohne genaue Anweisung durch einen Mediziner – für unterschiedliche Hauterkrankungen genutzt.

Dafür sind sie indes nicht ausgelegt. Bei offenen Wunden und Ekzemen dürfen sie nicht direkt aufgetragen werden. Der Einsatz sollte sich daher auf wenige Symptome beschränken und hauptsächlich bei einer vermehrten Produktion der Talgdrüsen in Erwägung gezogen werden.

Pharmakologische Wirkung

An den sogenannten Komedonen ist eine Fehlfunktion der Talgdrüsen der Haut beteiligt. Sie produzieren ein erhöhtes Maß an Fett. Dieses wiederum kann von den Poren nur unzureichend abgetragen werden. In der Folge setzen sich kleine und zunächst weiß gefärbte Makel auf der Haut fest.

Vorrangig sind die Stirn, die Nase und das Kinn davon betroffen. Nach wenigen Tagen können sich die Mitesser gräulich bis dunkel färben. Bei einem zunehmenden Verzehr fettreicher Ernährung werden die Komedonen häufiger auftreten. Die Fehlfunktion der Haut lässt sich durch den Einsatz des Adapalen regulieren. Auf die betroffenen Partien wird die Creme aufgetragen. Das sollte ein Mal pro Tag geschehen.

Die Anwendung wird nach Empfehlung des Arztes am Abend vorgenommen, nachdem die Haut gereinigt wurde. Das Adapalen wirkt zunächst den etwaigen Entzündungsherden vor. Rötungen werden minimiert und der Juckreiz nimmt ab. Die langfristige Wirkung liegt aber in dem Zugriff auf die Talgdrüsen. Ihre Produktion des Fettes wird gebremst. Nach etwa ein bis zwei Monaten sollten die ersten sichtbaren Erfolge eintreten.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Dem Wirkstoff Adapalen kommt in der Therapie gegen Hauterkrankungen eine große Bedeutung zu. Das Heilmittel wird äußerlich angewendet und soll die Funktion der Talgdrüsen regulieren.

Die Anwendung des Adapalen ist bislang hauptsächlich auf zwei Krankheitsbilder reduziert. Einerseits wird es zur Besserung der bereits genannten Mitesser genutzt. Diverse Formen der Akne – vorrangig aber die Akne vulgaris – werden damit therapiert. Die Komedonen sollten dabei in leichter bis mittelstarker Ausprägung vorliegen.

Erreichen sie ein intensiveres Stadium, so kann das Adapalen meist nicht wie gewünscht helfen. Andererseits ist bei dem chronischen Leiden der Rosazea der Einsatz empfohlen. Darin wiederum liegt ein Problem für die Anwendung durch Laien. Häufig wird der Zweck des Adapalen auf die sonstigen Hautkrankheiten wie etwa die Neurodermitis oder akute Wunden und Insektenstiche ausgeweitet. Dieser Fehler kann jedoch fatal wirken. Die Creme darf ausnahmslos bei geschlossenen Wunden aufgetragen werden.

Anderenfalls ruft sie starken Juckreiz und Brennen hervor und kann ihrerseits ein Ekzem auslösen. Der entzündungshemmende Effekt wird daher lediglich bei einer noch nicht angegriffenen Hautpartie sichtbar sein. Es bedarf folglich der Diagnose und weiterführender Behandlungshinweise eines Facharztes, ehe das Adapalen zur Anwendung kommt.

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Risiken & Nebenwirkungen

Das Adapalen kann bei einem Fehlgebrauch zu einem Brennen und Jucken der Haut führen. Die Creme darf daher nicht auf offene Ekzeme aufgetragen werden oder mit den Schleimhäuten in Mund und Nase in Berührung gelangen.

Darüber hinaus ist der Einsatz vor einem längeren Aufenthalt in der Sonne zu vermeiden. Anderenfalls kann es in der Verbindung des Adapalen mit dem UV-Licht ebenso zu einem Ausschlag kommen. Gleichermaßen erweist sich die Anwendung mehrere Aknesalben gleichzeitig als problematisch.

Sie wirken – wie das Adapalen – stark austrocknend. Daraus wiederum können sich Reizungen der Haut ergeben. In diesem Falle könnten auch leichte Schuppungen der Haut zutage treten. Grundsätzlich wird der Einsatz der Creme folglich eher etwas reduziert.

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