Achillessehnenriss

Wenn man von einem Achillessehnenriss oder Achillessehnenruptur spricht, so meint man eine vollständige Durchtrennung der Achillessehne. Diese verbindet den Wadenmuskel mit dem Fersenbein. Am häufigsten kommt es zu Achillessehnenrissen beim Sport, wenn der Fuß ruckartig herumgerissen wird oder anderweitig stark beansprucht wird. Starke Schmerzen und ein lauter peitschenartige Knall lassen dann auf einen Achillessehnenriss verweisen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Achillessehnenriss

Die Achillessehne verbindet das Fersenbein mit der Wadenmuskulatur. Als stärkste Sehne des menschlichen Körpers ist sie für das Gehen und Laufen unverzichtbar.

Sie sorgt dafür, dass sich die Ferse vom Boden abheben kann. Wird sie ganz oder teilweise durchtrennt, spricht man von einem Achillessehnenriss oder Achillessehnenruptur.

Dieser tritt plötzlich auf und kündigt sich nur in seltenen Fällen vorher durch Schmerzen an. Bei den meisten Patienten ist er verdeckt, das heißt ohne äußere Verletzungen.

Möglich, in der Praxis aber weniger bekannt, ist ein Riss der Achillessehne durch äußere Einflüsse wie das Einwirken von Glas oder scharfkantiger Gegenständen.

Ursachen für Achillessehnenriss

Der Achillessehnenriss ist eine typische Sportverletzung. Ständige sportliche sowie sonstige Beanspruchungen führen zu Verschleißerscheinungen, die dann bei plötzlicher Anspannung oder einem Tritt die mechanische Belastbarkeit des Sehnengewebes überschreiten.

Dabei fördern Sportarten mit einem sehr schnellen Richtungswechsel (beispielsweise Handball oder Fußball) die Häufigkeit der Verletzung. Auch Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus fördern die Einschränkung der Belastbarkeit. Männer sind von dieser Verletzung öfter betroffen als Frauen.

Der Achillessehnenriss ist deutlich hörbar und geht mit einem Knall einher (Peitschenknall). Es folgen heftige Schmerzen im Fersenbereich. Oberhalb der Ferse ist eine Delle deutlich tastbar. Bei einem Achillessehnenriss kann der Patient nicht mehr auf Zehenspitzen laufen.

Symptome

Krankheitsverlauf Achillessehnenriss

Die Prognose bei Achillessehnenriss zur völligen Wiederherstellung der Belastbarkeit des Fußes hängt in entscheidendem Maße von den Behandlungsmaßnahmen und vom sportlichen Anspruch des Patienten ab. Ein Achillessehnenriss, der nicht behandelt wird, führt in der Regel zu einem Kraftverlust. Zwar bildet sich innerhalb von zwei bis vier Monaten ein Sehnenregenerat heraus, das aber keinen vollwertigen Ersatz der Achillessehne darstellt.

Dagegen führen fachgerechte Therapie und eine konsequente Nachbehandlung fast immer zu der Wiederherstellung der Belastbarkeit der Achillessehne. Für Leistungssportler kann die Prognose allerdings weitaus negativer ausfallen und zum Ende ihrer Karriere führen. Einem Achillessehnenriss kann durch das Vermeiden von schnellen, abrupten und extremen Belastungen vorgebeugt werden.

Rezeptfreie Medikamente gegen Achillessehnenriss

Hier Informieren:

Behandlung von Achillessehnenriss

Zunächst ist es wichtig, die richtigen Sofortmaßnahmen bei einem Achillessehnenriss einzuleiten. Der Fuß muss entlastet, gekühlt, bandagiert und hochgelegt werden.

In Abhängigkeit von den persönlichen Faktoren des Patienten kann der Arzt dann zwischen der konservativen und der operativen Therapie entscheiden. Auch wenn man sich in den meisten Fällen zu einer Operation entscheidet, wird man beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen auf die nicht operative Methode der Behandlung zurückgreifen. Als Risikofaktoren gelten insbesondere das Alter, Rauchen, eventuelle arterielle Durchblutungsstörungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente.

Durch einen festen Verband (Bandage, Gips, Orthese) wird der verletzte Fuß zunächst etwa eine Woche in der Spitzenfußstellung ruhig gestellt. Danach folgt die Versorgung mit einem Spezialschuh mit abnehmbarer Fersenerhöhung für den Zeitraum von etwa 6 Wochen.

Bei einer Operation werden die beiden Enden der Achillessehne wieder zusammengefügt. Dabei kann die Naht durch die Muskelhaut benachbarter Muskel verstärkt werden. An die Operation schließen sich physiotherapeutische Maßnahmen an, um die Beweglichkeit so schnell wie möglich wieder herzustellen. Auch hier wird mit einem Spezialschuh für eine stufenweise Erhöhung der Belastung der Achillessehne gesorgt. Eine längere Ruhigstellung des Unterschenkels wird bei einem Achillessehnenriss nicht empfohlen.

Bücher über Achillessehnenriss

Weitere Infos

War der Artikel hilfreich oder lesenswert? Bewerten Sie hier!

Rating: 4.0/5 (4 Stimmen abgegeben)

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Achillessehnenriss?

Name oder Pseudonym:
E-Mail (optional):
(Wird nicht angezeigt. Nur notwendig, wenn Antwort erwünscht wird.)
Kommentar:
(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Ana kommentierte am 06.08.2011 um 16:17 Uhr

Hallo, ich habe Druckschmerzen im Bereich der Achilissehene. Ich glaube es zumindest. Ich habe Symptome, wie Schmerzen beim Auftreffen, nach langem Sitzen oder Liegen und wenn man mit dem Daumen dagegen drückt. Ich mache sehr viel Sport, wie Zumba-Fitness. Was kann ich tun, damit die Schmerzen weggehen? Danke.

Achillessehnenriss