Aceclofenac

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 28. November 2016
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Aceclofenac wird als Bestandteil diverser Medikamente eingesetzt. Es soll schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Vorwiegend wird es somit bei rheumatischen Erkrankungen sowie Gelenkbeschwerden verabreicht. Von einem dauerhaften Gebrauch wird aufgrund der Nebenwirkungen jedoch abgeraten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Aceclofenac?

Das Aceclofenac dient der Vorbeugung und Linderung akuter Beschwerden. Diese betreffen regelmäßig den Bewegungsapparat des Betroffenen. Allgemeine Schmerzen der Muskeln, Gelenke und Knochen lassen sich mit dem Heilmittel folglich beheben.

Das Aceclofenac weist eine strukturelle Ähnlichkeit zu weiteren Medikamenten auf, die das Fieber senken und Schmerzen sowie Entzündungen hemmen. Es wird daher zuweilen auch bei kleineren Leiden wie Hitzewallungen, Bluthochdruck oder Halsentzündungen eingesetzt – davor ist ohne ärztliche Empfehlung indes zu warnen. Aufgrund seiner Unlöslichkeit in Wasser kann die Einnahme lediglich in Form von Filmtabletten zu unterschiedlichen Dosierungen erfolgen.

Das Medikament wird allgemein der Familie der nicht-steroidalen Entzündungshemmer zugerechnet. Als solches greift das Aceclofenac auf diverse Prozesse im Körper zu und unterbindet dabei die Produktion der sogenannten Prostaglandine. Dem Aceclofenac verwandte Präparate werden daher auch in der Zahn- oder Hautheilkunde verwendet. Der Gebrauch ist jedoch temporär zu begrenzen.

Pharmakologische Wirkung

Schmerzen und Entzündungen im Organismus gehen mit einer erhöhten Produktion der Prostaglandine einher. Dabei handelt es sich um Eiweiße und Säuren, die durch die Organe vermehrt hergestellt werden. Sie bilden die Ursache für chronische Erkrankungen wie dem Rheuma, der Arthrose oder nicht näher definierbaren Schmerzherden.

Das Aceclofenac als Essigsäureverbindung hemmt die Produktion dieser Prostaglandine. Allerdings setzt der erwünschte Prozess zeitverzögert ein. Nach der Einnahme der Tabletten dauert es regelmäßig zwischen anderthalb bis drei Stunden an, ehe der Wirkstoff restlos in die Blutbahn gelangt ist und somit seinen Effekt ausspielen kann. Die Frist verzögert sich aber im Zuge der allgemeinen Nahrungsaufnahme. Bereits ein kleiner Snack oder ein Getränk kann die Wirkung für einige Minuten aufschieben.

Das Aceclofenac sollte daher auf nüchternen Magen verabreicht werden. Das Präparat wird anschließend im Körper restlos abgebaut. Selbst bei Personen mit organischen Erkrankungen kann die Ausscheidung zumeist rückstandslos erfolgen. Eine Anreicherung der Substanz in den Nieren oder der Leber scheidet damit aus.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Vorwiegend wird Aceclofenac bei rheumatischen Erkrankungen sowie Gelenkbeschwerden verabreicht.

Das Aceclofenac wird hauptsächlich bei länger anhaltenden Schmerzen und Entzündungen im Bereich der Gelenke und Muskeln verabreicht. Diese sollten einen leichten bis durchschnittlich starken Charakter besitzen und somit das Wohlbefinden noch nicht wesentlich beeinflussen.

Die Ursachen dafür können chronisch sein. Erkrankungen wie Rheuma, Arthrose oder Morbus Bechterew gehören daher zu den hauptsächlichen Anlässen der Verschreibung. Seltener kommt eine Anwendung zudem bei Fieber sowie Schmerzen in Betracht, die einen konkreten organischen Bezug aufweisen. Umstritten ist die längerfristige Nutzung jedoch immer dann, wenn sich binnen Tagen der konstanten Einnahme keine Besserung verzeichnen lässt.

In diesen Fällen wäre eine weitere Analyse der Ursachen ratsam. Im Rahmen des allgemeinen Gelenkverschleißes wird ebenso – zumindest temporär – das Aceclofenac verabreicht. Doch auch dort vollzieht sich die Linderung bestenfalls in einem zeitlichen Rahmen mehrerer Wochen oder Monate. Eine dauerhafte Heilung der Auslöser der Schmerzen, Entzündungen und des Fiebers lässt sich mit dem Präparat alleine oftmals nicht erreichen. In derartigen Fällen wären zusätzliche Therapieformen notwendig.

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Risiken & Nebenwirkungen

Erschwerend kommen die langfristigen Nebenwirkungen des Aceclofenac zum Tragen. Als Mitglied der Familie der nicht-steroidalen Entzündungshemmer können bei dauerhaftem Gebrauch Geschwüre im Magenbereich auftreten. Auch Wassereinlagerungen in den Körperzellen stellen sich dann vermehrt ein.

Die Nieren werden zudem nicht mehr ausreichend durchblutet. Sie können ihrer Funktion daher nicht optimal nachgehen. Allerdings treten diese Erscheinungen lediglich in seltenen Situationen auf. Und auch nur bei einem dauerhaften Konsum des Mittels. Kurzfristig können dagegen Magenbeschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder eine allgemeine Unlust zu verzeichnen sein.

Je nach medizinischer Vorbelastung des Patienten stellen sich in einigen Fällen auch erhöhte Leberwerte im Blutbefund dar. Das Aceclofenac sollte daher ausnahmslos nach Rücksprache mit dem diagnostizierenden und behandelnden Arzt eingenommen werden. Die Verwendung ist zeitlich zu begrenzen.

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