AT1-Antagonist

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 28. November 2016
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Der AT1-Antagonist wird zur Senkung des Blutdrucks sowie gegen Herzinsuffizienz eingesetzt. Es handelt sich hierbei um eine Gruppe verschiedener Wirkstoffe, die jedoch das gleiche Ziel verfolgen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist der AT1-Antagonist?

Der AT1-Antagonist, fachlich als Angiotensin1-Rezeptorantagonist bezeichnet, ist seit dem Jahre 1995 erhältlich. Das Präparat erscheint üblicherweise in der Konsistenz eines feinen Pulvers und wird insofern als Kapsel oder Tablette verabreicht. Dieses stellt eine Weiterentwicklung des bereits seit vielen Jahren gebräuchlichen ACE-Hemmers dar.

Er sollte bei einem chronischen Bluthochdruck auch zunächst eingesetzt werden. Treten dabei keine Effekte auf oder neigt der Betroffene sogar zu einer Unverträglichkeit, wird regelmäßig eine therapeutische Veränderung vorgenommen.

Nunmehr wäre ein Medikament aus der Gruppe der AT1-Antagonisten zu bevorzugen. Innerhalb dieser Heilstoffe lassen sich jedoch Abweichungen in der Wirkungsweise erkennen. Einige Substanzen der Gattung werden daher gegen den Bluthochdruck, andere eher gegen die Herzinsuffizienz verabreicht. Sämtliche Mittel, die häufiger unter dem Begriff der Sartane zusammengefasst werden, unterscheiden sich daher grundsätzlich in ihrer Struktur.

Pharmakologische Wirkung

In vielen Organen des menschlichen Körpers kann der sogenannte AT1-Rezeptor nachgewiesen werden. Hierbei handelt es sich etwa um das Gehirn, die Niere, das Herz oder das komplexe System aus Blut- und Lymphgefäßen.

Aus dieser Position heraus beeinflusst der Rezeptor verschiedene Tätigkeiten der Organe. Er ist somit an der Verengung und Erweiterung der Blutgefäße beteiligt, kann aber ebenso die Fähigkeit zur Zusammenziehung – Kontraktilität – des Herzmuskels mitbestimmen. Durch diese lebenswichtige Arbeit wird zudem der Blutdruck verändert. Je stärker der AT1-Rezeptor auftritt, desto mehr Blut presst er durch die Adern und Gefäße.

Hierbei kann es jedoch zu chronischen Leiden kommen. Sie werden durch den an den Rezeptor ankoppelnden AT1-Antagonisten behandelt. Auf diese Weise wird der AT1-Rezeptor bestimmte Hormone nicht mehr in der zuvor festgestellten Menge produzieren. Die Kontraktilität des Herzens nimmt ab – wobei diese Eigenschaft innerhalb der Gruppe der Sartane variieren kann.

Im Ergebnis senkt sich der Blutdruck auf ein normales Maß. Die Therapie sollte aufgrund der kardiologischen Veränderungen jedoch durch einen Arzt begleitet werden und kann in schweren Fällen auch eine stationäre Behandlung erfordern.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Der AT1-Antagonist wird zur Senkung des Blutdrucks sowie gegen Herzinsuffizienz eingesetzt.

Allgemein werden die AT1-Antagonisten hauptsächlich dann verabreicht, wenn der Patient unter einem erhöhten Blutdruck leidet. In der Nachsorge eines Herzinfarkts kann mit dem Medikament aber ebenso die Gesundung im Herzbereich gewährleistet werden. Zudem ist eine Einnahme bei allen Fällen der Herzinsuffizienz denkbar.

Darüber hinaus lassen sich die AT1-Antagonisten sogar in der Behandlung des Diabetes mellitus finden, der hauptsächlich auf eine Fehlfunktion der Nieren zurückzuführen ist.

Insbesondere mit Blick auf die Herzerkrankungen sowie den erhöhten Blutdruck kommt es jedoch zu einigen Besonderheiten. In diesen Situationen wird der AT1-Antagonist erst nachrangig eingesetzt. Und zwar dann, wenn eine vorherige Therapie mit einem ACE-Hemmer erfolglos durchgeführt wurde. Ebenso, wenn gegen dieses Präparat eine individuelle Unverträglichkeit beim Patienten vorliegt.

Nunmehr muss auf eine Alternative zurückgegriffen werden. Sie wird in der Gruppe der Sartane gesehen. Der nachrangige Einsatz liegt vor allem daran, dass die ACE-Hemmer im Vergleich zu den AT1-Antagonisten regelmäßig weniger Nebenwirkungen hervorrufen.

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Risiken & Nebenwirkungen

Die AT1-Antagonisten lösen bei den Patienten nicht selten leichte Nebenwirkungen aus. Hierbei kann es sich um Schwindelgefühle und ein allgemeines Unwohlsein handeln. Auch Kopfschmerzen gehören zu den häufig beobachteten Folgen.

In geringer Anzahl klagen die Betroffenen zudem über einen verstärkten Husten und mitunter sogar über Beschwerden bei der Atmung. Allerdings sind diese unerwünschten Begleiterscheinungen meist wenige Tage nach der Ersteinnahme des Medikaments beendet.

Schwerwiegender gestaltet sich dagegen das Krebsrisiko. Patienten, die bereits einen Tumor erfolgreich überstanden hatten, neigten einer Studie aus dem Jahre 2010 zufolge durch den Konsum der Sartane häufiger zu einer Rückkehr der Krebsgeschwulst. Hier wäre vor der Verschreibung also mit einem Facharzt das weitere Vorgehen zu erörtern.

Darüber hinaus kann der AT1-Antagonist ohnehin beim Vorliegen bestimmter Erkrankungen wie Nierenleiden, Fehler der Herzklappenfunktion oder im Zustand der Schwangerschaft und Stillzeit nicht verabreicht werden.

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