5 Methoden, um Kopfläuse richtig zu behandeln

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 3. Januar 2017
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Ein Läusebefall tritt ziemlich häufig auf. Insbesondere Kinder im Kindergarten sind oftmals von Kopfläusen betroffen. Sie werden durch den engen Kontakt zwischen den Menschen übertragen. Doch nicht immer muss zur Beseitigung der Läuse auf chemische Mittel zurückgegriffen werden, denn es gibt auch verschiedene Hausmittel, die sich zur Behandlung von Kopfläusen bewährt haben.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Kopfläuse?

Die Kopfläuse befallen ausschließlich den Menschen und gehören demzufolge zur Art der Pediculidae (Menschenläuse). Die wärmeliebenden, blutsaugenden und flügellosen Insekten sind circa zwei bis vier Millimeter groß. Sie siedeln auf der behaarten Kopfhaut des Menschen an und legen dort ihre Eier (Nissen). Um sich zu ernähren, saugen sie mehrmals am Tag Blut.

Ohne Nahrung können sie nur wenige Stunden auskommen. Sie übertragen gewöhnlich keine Erkrankungen, können sich jedoch schnell weiter verbreiten und beim Betroffenen einen starken Juckreiz verursachen. Bis sich die Läuse von den Eiern über schlüpfende Larven bis zu geschlechtsreife Männchen und Weibchen entwickelt haben, dauert es rund zwei bis drei Wochen.

Sie krallen sich beim Kämmen oder Haare waschen an den Haaren fest, sodass sie nur schwer zu entfernen sind. Außerhalb der Kopfhaare, das heißt, ohne Blut saugen zu können, sterben die Kopfläuse innerhalb kurzer Zeit. Ein Kopflausbefall hat nichts mit einer mangelnden Hygiene zu tun. Er tritt in allen sozialen Schichten auf. Mit folgenden Methoden ist es möglich, Kopfläuse richtig zu behandeln.

Methode: Allgemeine Hilfe

Für die Behandlung der Kopfläuse gibt es verschiedene Produkte, die Silikonöl enthalten, wodurch die Atmung der Läuse unterbunden wird. Die am häufigsten verwendeten Läusepräparate enthalten Insektengifte. Die so genannten Antiparasitika werden äußerlich aufgetragen.

Der starke Juckreiz oder Hautentzündungen können mit Glukokortikoid-Salben behandelt werden. Auch verschiedene Hausmittel sind eine gute Unterstützung im Kampf gegen die Kopfläuse. Es ist erforderlich, die Behandlung mehrmals hintereinander durchzuführen, um die im Laufe der Zeit ausschlüpfenden Läuse mit abzutöten.

Hinzu kommt das regelmäßige Auskämmen mittels speziellen Läusekamms. Auch die an den Haaren festgeklebten abgestorbenen Nissen müssen entfernt werden. Es ist zudem wichtig, dass die gesamte Familie oder enge Kontaktpersonen untersucht und falls notwendig ebenfalls behandelt werden. Die Behandlung muss so lange durchgeführt werden, bis keine Kopfläuse mehr nachzuweisen sind. Des Weiteren sollten die benutzten Kleidungsstücke, Handtücher und Bettwäsche bei 60 Grad gewaschen werden.

Methode: Essigspülung

Die Essigspülung ist eine wirksame Unterstützung, um die kleinen Insekten zu entfernen. Diese wird aus einem Teil Essig sowie zwei Teilen warmem Wasser hergestellt. Der Kopf wird mit einem sauberen Tuch bedeckt. Die Mischung kann über Nacht einwirken. Daher empfiehlt es sich, Essig auch aufgrund des penetranten Geruchs, der von vielen Menschen als unangenehm empfunden wird, vor dem Zubettgehen anzuwenden.

Die Haare werden am darauf folgenden Morgen gewaschen. Im Anschluss erfolgt die Prozedur mit dem Läusekamm. Auch dieser kann anschließend im heißen Essigwasser gereinigt werden. Kopfläuse vertragen die starke Säure nicht. Die Behandlung mit der Essigspülung sollte zweimal wöchentlich erfolgen.

Methode: Teebaumöl & Apfelessig

Teebaumöl und Apfelessig sind bekannte Mittel gegen Kopfläuse. Hierfür werden die Haare mit einem Kräutershampoo gewaschen, in dem Teebaumöl enthalten ist. Nach dem Waschen werden die Haare mit Apfelessig gespült und anschließend mit dem Läusekamm die Läuse entfernt. Bei der Verwendung des Teebaumöls sollte darauf geachtet werden, dass es nicht in die Augen gelangt.

Zudem empfiehlt es sich, das Teebaumöl nicht in der Kombination mit homöopathischen Mitteln zu verwenden. Eine weitere Möglichkeit ist es, eine Tasse Olivenöl mit drei Esslöffeln Teebaumöl zu vermischen und dies auf die Kopfhaut einzureiben und 30 Minuten einwirken zu lassen. Danach werden die Haare mit Shampoo ausgewaschen und danach wieder mit Essigwasser ausgespült. Das Essigwasser sollte etwa zehn Minuten einwirken, bevor es mit heißem Wasser ausgespült wird.

Methode: Mayonnaise & Apfelessig

Auch die Kombination aus Mayonnaise und Apfelessig ist ein alt bekanntes Heilmittel gegen Kopfläuse, um sie zu entfernen. Hierfür werden die Kopfhaut und Haare mit der Mayonnaise bedeckt, eine Badehaube wird aufgesetzt oder ein Tuch um die Haare gewickelt. Das Ganze wirkt über die Nacht unter einer Badekappe ein.

Am nächsten Morgen müssten damit alle Kopfläuse getötet sein. Der Grund hierfür ist, dass die in der Mayonnaise enthaltenen Öle die Atemorgane der Läuse verstopfen und die Nissen lösen. Die Haare werden gewaschen und mit Essigwasser ausgespült. Letzteres wirkt rund zehn Minuten ein. Die Läuse und Nissen werden mit dem Nissenkamm ausgekämmt.

Methode: Senf & Ei

Senf und Ei sind weitere Methoden, um Kopfläuse zu beseitigen. Die Haare werden wie gewöhnlich gewaschen. Dann werden rund drei Eier mit einem Schneebesen so lange geschlagen, bis sie schaumig sind. Danach wird eine Tasse Senf dazugegeben. Der destillierte Essig, der im Senf enthalten ist, vermischt sich mit dem wirksamen Vitamin E des Eigelbs.

Dies tötet Läuse. Der Mix wird auf den Haaren verteilt und unter einer Badekappe etwa fünf Stunden einwirken gelassen. Im Anschluss werden die Haare gewaschen und mit dem Nissenkamm gut ausgekämmt. Schon die Römer setzten auf Senf, um damit gegen Läuse und Haarausfall vorzugehen.

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Bei hartnäckigen Fällen lieber zum Arzt gehen

Ohne eine Behandlung verschwinden die Kopfläuse nicht. Die verschiedenen Hausmittel können gute Alternativen zu den chemischen Präparaten sein. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen es sich empfiehlt, einen Arzt aufzusuchen.

Dies trifft zu, wenn das Kind noch klein und jünger als drei Jahre ist, wenn stark aufgekratzte Wunden vorhanden sind, denn dann liegt eine Entzündungsgefahr vor oder wenn die Behandlung der Kopfläuse nicht erfolgreich war und bereits verschiedene Möglichkeiten probiert wurden.

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