3D-Ultraschall

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 4. September 2017
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Ein 3D-Ultraschall ist eine Methode, bei der innere Organe dreidimensional durch einen Ultraschall visualisiert werden. Besonders beliebt ist der 3D-Ultraschall bei Schwangeren ab dem zweiten Trimester, wenn das Baby gut zu erkennen ist - es gibt aber auch rein medizinische, diagnostische Anwendungsfälle für den 3D-Ultraschall.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein 3D-Ultraschall?

Als 3D-Ultraschall wird eine Ultraschalluntersuchung bei Schwangeren bezeichnet, der das ungeborene Kind dreidimensional visualisiert. Die Aufnahme kann als Bild oder als Video erfolgen und dient vielfach allein der Erfüllung des Wunsches einer Schwangeren nach einem erkennbaren Ultraschallbild oder Video des Kindes. Die Untersuchung selbst unterscheidet sich im Vorgehen nicht von einer herkömmlichen Ultraschalluntersuchung.

Für Erinnerungsbilder und -videos wird der 3D-Ultraschall meistens etwa ab der 30. Woche gemacht, da die Merkmale und Gesichtszüge des Kindes dann gut erkennbar sind. Diagnostisch kann das 3D-Ultraschallverfahren aber auch viel früher angewendet werden, um beispielsweise angeborene Fehlbildungen zu erkennen - die Visualisierung vereinfacht die Diagnosestellung gegenüber dem klassischen Ultraschall. Erste 3D-Aufnahmen des Kindes können bereits ab der 12. Schwangerschaftswoche bis etwa zur 16. Woche gemacht werden, wenn der Hintergrund diagnostischer Art ist.

Für Erinnerungen bietet sich die Untersuchung ab der 25. Woche an, wobei manche Kinder zu diesem Zeitpunkt noch nicht gut auf 3D-Bildern darstellbar sind. Bis etwa zur 33. Woche sollte die 3D-Ultraschalluntersuchung auf jeden Fall durchgeführt werden, da sonst das ungeborene Kind zu groß sein könnte, um noch ganz auf einem Bild dargestellt zu werden. Ein Abbild seines Gesichts ist aber auch dann noch ohne weiteres möglich.

Funktion, Wirkung & Ziele

Das Hauptanwendungsgebiet des 3D-Ultraschalls ist die Anfertigung gut erkennbarer Erinnerungen an das ungeborene Kind. Wenn kein Verdacht auf Fehlbildungen vorliegt, wird der Schwangeren das Verfahren ab der 25. Schwangerschaftswoche bei der monatlichen Vorsorgeuntersuchung angeboten. In der 12. bis 16. Woche kann der betreuende Arzt körperliche Fehlbildungen des Kindes mithilfe des 3D-Ultraschalls feststellen. Herzfehler, Spina bifida oder Neuralrohrdefekte können in dieser Phase erkannt werden, allerdings lassen sich chromosomale Fehlbildungen mit dem 3D-Ultraschall nicht feststellen.

Diese müssen früher durch andere Verfahren diagnostiziert werden. Wurde eine solche Untersuchung nicht gemacht, kann beim 3D-Ultraschall höchstens anhand von körperlichen Auffälligkeiten des Kindes auf die mögliche Ursache geschlossen werden. Das Ergebnis kann also Anhaltspunkte und Argumente für eine fortgeführte Untersuchung zu liefern. Visualisieren lassen sich die inneren Organe und die Knochen des ungeborenen Kindes.

Ein 3D-Ultraschall ist eine Methode, bei der innere Organe dreidimensional durch einen Ultraschall visualisiert werden. Die Untersuchung selbst unterscheidet sich im Vorgehen nicht von einer herkömmlichen Ultraschalluntersuchung.

Das Anwendungsverfahren unterscheidet sich nicht vom herkömmlichen Ultraschall. Der Schwangeren wird Gleitgel auf den Bauch aufgetragen, anschließend wird das Ultraschallgerät an die richtige Stelle bewegt, um das Kind gut erkennen zu können. Je nachdem, wie es liegt, kann es sein, dass es zur Untersuchung nicht richtig aufgenommen werden kann - in diesem Fall würde ein neuer Termin vereinbart, da der Arzt darauf keinen Einfluss nehmen kann.

Die Schwangere kann bei guter Position mitbestimmen, welche Aufnahmen gemacht werden. Das geht auch, wenn der Arzt eine diagnostische Abklärung durchführt. In diesem Fall kann die Untersuchung etwas länger dauern, bis die vermutete körperliche Auffälligkeit gut visualisiert wurde. Neben diagnostischen Zielen kann der Arzt auch die Absicht verfolgen, Freude auf das Kind zu wecken. Die Verfolgung der Bewegungen im Bauch auf dem 3D-Ultraschall werden in Echtzeit dargestellt und im zweiten Trimester ist das Kind bereits mit klaren Gesichtszügen zu sehen.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Risiken sind bei Ultraschalluntersuchungen sehr gering. Es besteht zwar keine Notwendigkeit, in einer gesund und normal verlaufenden Schwangerschaft öfter als empfohlen eine Ultraschalluntersuchung anzuberaumen, jedoch schadet ein 3D-Ultraschall dem ungeborenen Kind auch nicht. Der Arzt übt keinen unnötigen Druck auf den Bauch der Schwangeren aus und orientiert sich an der Lage des Kindes. Kann es nicht visualisiert werden, da es ungünstig liegt, wird gewartet bis zur nächsten Untersuchung - seine Position muss es nicht ändern. Der 3D-Ultraschall kann sogar andere, wesentlich unangenehme und risikoreichere Untersuchungen unnötig machen.

Wird dabei festgestellt, dass das Kind körperlich unauffällig und normal entwickelt ist, müssen beispielsweise keine Proben entnommen oder weitere Untersuchungen in die Wege geleitet werden. Nebenwirkungen gibt es ebenfalls keine, da die Ultraschalluntersuchung ohne körperliche Belastung der Schwangeren und des Kindes abläuft und nicht invasiv ist. Als Besonderheit gegenüber der normalen Ultraschalluntersuchung ist die Abhängigkeit von der Lage des Kindes zu nennen. Damit schöne Erinnerungsbilder dabei entstehen können, muss das Kind mit dem Gesicht zum Ultraschallgerät oder zumindest seitlich dazu liegen. Lediglich für einen diagnostischen 3D-Ultraschall kann die Lage des Kindes weniger wichtig sein, da der Arzt körperliche Auffälligkeiten auch dann feststellen könnte, wenn das Kind etwas ungünstig liegt.

Einfluss darauf nehmen kann man aber leider nicht, sodass schlimmstenfalls für Erinnerungsbilder ein weiterer Untersuchungstermin anberaumt werden muss. Der 3D-Ultraschall dient nicht nur der Abklärung körperlicher Auffälligkeiten oder der Anfertigung von Erinnerungsbildern, sondern kann die frühe Bindung der Eltern an ihr ungeborenes Kind stärken. Besonders bei sehr jungen Eltern oder schwierigen Schwangerschaften wird von Ärzten gern ein 3D-Ultraschall angeboten, der den Eltern ihr Kind in Bewegung und mit erkennbaren Gesichtszügen zeigen kann. Das kann das Bewusstsein für das lebende Wesen und das wachsende Leben im Bauch der Mutter stärken und die Vorfreude der Eltern auf ihr Kind aufkommen lassen.

Bücher über Geburt & Schwangerschaft

Quellen

  • Beckermann, M.J.: Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Schwabe, Basel 2004
  • Goerke, K., Steller, J., Valet, A.: Klinikleitfaden Gynäkologie. Urban & Fischer, München 2003
  • Kaufmann, M., Costa, S.-D., Scharl, A. (Hrsg.): Die Gynäkologie. Springer, Berlin 2013

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